Bibliographie der tschechischen und slowakischen Historiographie
Der Gesamtkatalog veröffentlicht die Datenbanken Bibliographie der Geschichte der böhmischen Länder, Bibliographie der Geschichte der Slowakei, Bibliographie des tschechischen Archivwesens, Akademische Enzyklopädie der Tschechischen Geschichte und Der Datenbestand der Alltagsgeschichte und ermöglicht ihre gemeinsame Durchsuchung. Der Katalog war in Rahmen der Großen Infrastrukturprojekten für Wissenschaft, Forschung und Innovation Nr. 2011018 "Bibliographie der Geschichte der böhmischen Länder" durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport der Tschechischen Republik unterstützt.
Bibliographie der Geschichte Tschechiens
Kontinuierliches Programm für Erstellung, Verarbeitung und Auswertung einer umfassenden Datenbank der Bohemikalliteratur. Es ist eine Fortsetzung des Projekts der fachkundigen (historischen) Bibliographie dauernd in Tschechischen Ländern seit 1905. Es knüpft an diese Aktivitäten mit Nutzung der modernen Methoden an und gehört zu den Primärquellen für die historischen Wissenschaften und verwandte Bereiche (Archäologie, Ethnologie, Rechtswissenschaft, Literaturwissenschaft, Denkmalpflege, historische Geographie und Kartographie, historische Onomastik und Toponomastik, historische Demographie usw.).
Die Entwicklung der Bibliographie war in den Jahren 2012-2016 unterstützt mit Hilfe des Projekts im Programm LM - Grosse Infrastrukturprojekte für Wissenschaft, Forschung und Innovation (2010-2015) von dem Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport (Projektidentifikationscode LM2011018).
Bibliographie der Geschichte der Slowakei
Die bibliographischen Datenbasen bieten einen öffentlichen kostenlosen Zugriff auf die Datenbank, die derzeit mehr als 80 tausend Einträge seit dem Jahre 1953 beinhaltet.
Die Datenbank Bibliographie seit 1990 ist Bibliographie der slowakischen Historiographie und umfasst Publikationen, die seit 1990 bis zu Gegenwart veröffentlicht wurden. Neben historischen Arbeiten enthält sie selektiv auch Arbeiten aus den verwandten wissenschaftlichen Disziplinen, die in der Slowakei sowie im Ausland publiziert wurden. Die Datenbank umfasst Monographien, Sammelbände, Kapitel, Aufsätze, Artikel, Rezensionen, Annotationen u. dgl. Es handelt sich vornehmlich um originelle Arbeiten, selektiv auch Übersetzungen.
Die Datenbank Historický časopis 1953–1989 [Historische Zeitschrift 1953–1989 und Literatur bis 1989] beinhaltet Studien, Aufsätze, Rezensionen und Annotationen aus der angeführten Jahrgängen. Selektiv wurden auch andere Periodiken, sowie Monographien und Sammelbände (veröffentlicht vor 1990) exzerpiert.
Die Datenbank Exzerpierte Dokumente gewährt einen Übersicht über die Zeitschriften, Sammelbände und kollektive Monographien, deren Kapitel, Studien, Artikel in den oben angeführten Datenbasen exzerpiert worden sind.
Bibliographie des tschechischen Archivwesens
Bibliographie des tschechischen Archivwesens verarbeitet die tschechische wissenschaftliche und professionelle Buchproduktion im Bereich des Archivwesens und alle wichtige archivalische, historische und heimatkundliche Zeitschriften Böhmens, Mährens und Schlesiens. Sie fährt auf das Projekt der Verarbeitung der archivalischen Bibliographie (herausgegeben 1959, 1970 und 1990) fort.
Die Datenbank konzentriert sich auf die folgenden Themen: Organisation und Geschichte des Archivwesens und der Archiven, Registratur und Aktendienst, archivalische Theorie und Praxis, Editionen, Veröffentlichung der historischen Quellen, der Aufbau von Archivgebäuden , archivalische Bildung usw. Selektiv ist die Literatur von historischen Hilfswissenschaften und verwandten Disziplinen verarbeitet, die mit der Handhabung und Lagerung von historischen Dokumenten zu tun hat.
Akademische Enzyklopädie der Tschechischen Geschichte
Akademische Enzyklopädie der tschechischen Geschichte ist ein umfangreiches enzyklopädisches Werk (im ganzen 15 Bänden), das die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Geschichte der Tschechischen Länder, ihren Gesellschaften und auch die Geschichte der europäischen und weltweiten Kontakte dieses Territoriums und ihres Bevölkerung vom Beginn der historischen Periode bis zur Wende des 20. zum 21. Jahrhundert in enger Form präsentiert. Es konzentriert sich auf Territorium, Bevölkerung, Gesellschaft, Wirtschaft, rechtliche und administrative Bedingungen, Politik, internationale Beziehungen, Militär, Kultur, Wissenschaft und Bildung, Ideologie, Religion und Geschichtsschreibung. Es handelt sich nicht nur um eine kritische Zusammenfassung bekannter Daten, die häufig nur einer begrenzten Anzahl von Experten zur Verfügung stehen, sondern auch um eine Bewertung der umfangreichen sachlichen Substanz und die Entdeckung wesentlicher Themen mit Ausnahme der biografischen und historisch- topografischen Realitäten, denen separate Lexika gewidmet sind.
Der Datenbestand der Alltagsgeschichte
Der Datenbestand der Alltagsgeschichte ist eines von Ergebnissen eines langfristigen internationalen wissenschaftlichen Forschungsprojekts, an dem das Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien, das Institut für tschechische Geschichte (der Philosophischen Fakultät der Karlsuniversität) und das Institut für Geschichte der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik beteiligt sind. Eines der Ziele dieses Projekts ist es, eine dokumentarische Sammlung alter Memoiren, Familienchroniken, Tagebücher und anderer biografischer Erinnerungen zu erstellen. Noch heute stellt diese Sammlung ein wertvolles Zeugnis für das Leben gewöhnlicher Menschen in früheren Zeiten dar. Es enthält mehr als dreihundert biografische Aufzeichnungen verschiedener Inhalte.
Beschreibungen des Lebens in der Familie und in der weiteren Umgebung, Beschreibungen von Dingen, Aktivitäten, Gewohnheiten und allem, was wir glauben, das nicht in Vergessenheit geraten soll - all dies kann zur Quelle des Unterrichts, unentdeckten Wissens, zum Stein im Mosaik des Lebens werden. Die Erzählung kann zu einem seltenen Angedenken werden, eine spannende Lektüre nicht nur für Familienmitglieder, sondern auch für andere unbekannte Leser. Der Datenbestand sollte auch als wertvolle Informationsquelle dienen, ohne den es oft nicht möglich wäre, den tieferen Kontext der "großen" Geschichte zu begreifen.




